Seit ich Kinder zum Mittagessen bekoche (also seit ungefähr acht Jahren), habe ich ein Problem: Ich esse, was die Kinder essen. Oder was schnell geht. Einen festen Platz hat jede Woche unser Spaghetti-Gericht (du weißt, welches ich meine, das mit M.) Und eigentlich mag ich das auch, aber uneigentlich mag ich auch gern mal was anderes!! Und deshalb stelle ich heute meine eigene 15-Minuten-Nudelsauce ohne jeglichen Aufwand vor: Avokado-Sahne-Sauce.

Kinderessen und Erwachsenenessen

Es ist ganz selten, dass es bei uns mal „Erwachsenenessen“ gibt. Und das schränkt meinen Speiseplan enorm ein. Es ist ja schon schwer genug den Geschmack der Kinder zu treffen, und deren Launen wechseln auch immer mal wieder. Reis mit Möhren ist gerade total out. Dafür steht meine Große inzwischen auf Rosmarin-Kartoffeln, was ich als Fortschritt empfinde.

Einmal die Woche gibt’s bei uns mindestens Pasta, und meine beiden Mittags-Schulkinder essen die einmal mit der M.-Sauce und einmal mit Butter (vormals mit Ketchup).

Ich hab nichts gegen das M.-Paket, aber so auf Dauer reicht mir das einfach nicht. Ich will auch mal wieder was anderes essen, aber es darf bitte nicht mehr Aufwand sein. Ich habe ja auch nicht die Zeit den ganzen Tag am Herd zu stehen und irgendwas vorzubereiten. Da ist die Avokado-Sahne-Sauce die perfekte Lösung.

Über Avokados: Nährwerte und CO2-Bilanz

Avokados sind nebenbei übrigens super gesund, die Nährstoffe sprechen für sich: Enthalten sind in ihr Vitamine und Mineralstoffe, darunter B-Vitamine, Vitamin K, Kalium, Kupfer, Vitamin E und Vitamin C! Berühmt und beliebt ist sie außerdem für ihre ungesättigten Fettsäuren inklusive Omega-3-Fettsäuren, die besonders gut verdaulich und für mich als Veggie auch enorm wichtig sind.

In der Kritik stehen Avokados allerdings wegen ihres Abbaus: Die Aufzucht benötigt sehr viel Wasser in Regionen, wo es kaum Wasser gibt. Zudem werden Avokados oft unter menschenunwürdigen Bedingungen abgebaut, z.B. in Chile. Ein 14-minütiger Kurzfilm klärt über diese traurigen Hintergründe auf. Es kommen außerdem lange Transportwege hinzu, was die Ökobilanz des Superfoods ganz schlecht aussehen lässt.

Sollten wir nun aufgrund des Klimawandels und der Menschenrechtssituation auf den Verzehr von Avokado verzichten? Diese Frage müssen wir uns heute in vielen alltäglichen Dingen stellen, auch wenn diese Frage unbequem ist und ich auch nicht auf meine Avokado-Sahne-Sauce verzichten mag.

Die Antwort ist: Nicht unbedingt. Einen erklärenden, guten Artikel dazu habe ich hier bei Utopia. de gefunden. Ich fasse die Quintessenz einmal zusammen: Solange die Herkunft möglichst nahe ist und man die Avokado anstatt z.B. Fleisch oder Milchprodukten verzehrt, ist der CO2-Abdruck wesentlich geringer als z.B. bei Butter.

Außerdem muss man ja nicht jeden Tag Avokado essen – einmal die Woche reicht ja vielleicht. Ich liebäugele außerdem mit einem eigenen Avokadobaum auf der Terrasse – dazu werde ich dann berichten!

Nudeln mit Avokado-Sahne-Sauce

Rezept: Avokado-Sahne-Sauce

1 Avokado (2 bei 2 Personen)
1/2 Becher Sahne
1 Knoblauchzehe

Salz und Pfeffer

Quetsch die Avokado mit einer Gabel im Topf klein. Am besten geht das mit einer essreifen Avokado. Misch die klein gehackte Knoblauchzehe darunter und verlängere alles mit der Sahne. Ich gehe bei der Menge der Sahne nach der Optik und Konsistenz. Zum Abschluss alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Sauce ist so bereits fertig und wird nur noch kurz (!) erhitzt. NICHT kochen.

Fertig :).

Das Schöne außerdem: Ich bereite meine Sauce zu, während Nudeln und M.-Sauce bereits auf dem Herd stehen. Die Saucen sind dann meist beide gleichzeitig fertig.

Die Sauce passt perfekt zu Nudeln, und auch wenn meine Kinder bei dem Anblick und dem Geruch Würggeräusche von sich geben – mir egal! Ich freue mich nun jedes Mal auf MEINE Extraküche und dass ich nicht Nudeln mit Ketchup oder Butter essen muss.

Das Rezept gibt’s wie immer auch als kostenlosen Download hier. Hat es dir geschmeckt? Dann freue ich mich, wenn du mir hier kurz in den Kommentaren schreibst und meinen Newsletter abonnierst!

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Author

Sonja alias Padermama - kreativ-wilde Mama von vier Kindern. Liebt ihren Garten, Nähen und laute Musik.

6 Comments

  1. Ich koche mir auch immer etwas anderes als den Kids und irgendwie muss es auch immer schnell gehen 😉
    Danke für das leckere Rezept, liebe Grüße, Bianca

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