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Mit dem Wohnmobil in den Urlaub zu fahren war ein Traum, der uns schon lange begleitet hat. Aber irgendwie hat es sich bisher einfach nicht ergeben. In den letzten Jahren waren wir viel schwanger, hatten immer irgendwie ein Baby dabei und/oder hatten weder Zeit noch Geld für so eine Tour. Jetzt haben wir uns den Traum vom Familienurlaub mit Wohnmobil erfüllt. Unsere Tour führte uns über Bayern und Slowenien nach Kroatien und äh… an den Rand des Wahnsinns.

Wohnmobil mieten

Unser Wohnmobil – die Kinder haben es warum auch immer “George” getauft – haben wir gemietet. Wir hätten natürlich gern ein eigenes, aber aus finanziellen Gründen und weil wir das Reisen mit Wohnmobil erst einmal testen wollen, haben wir “nur” gemietet. Nach diesen zwei Wochen bin ich auch ganz froh darüber. 

Falls du dich jetzt fragst, was das Mieten kostet: Es ist preiswerter als zwei Wochen Flug und Hotel irgendwo am Mittelmeer für eine sechsköpfige Familie in den Herbstferien. 1.600€ um genau zu sein. Da ist natürlich nur das Wohnmobil drin – kein Essen, keine Stellplätze und Sprit.

Stefan und ich sind beide immer gern campen gewesen – ich kenne aus meiner eigenen Kindheit hauptsächlich Camping-Urlaube, wobei wir nie einen Wohnwagen oder Wohnmobil hatten – höchstens einmal einen gemieteten Dauercampingwohnwagen auf Norderney.

Wohnmobil mit Kindern - Camping am Waginger See

Wohnmobil mit Kindern: Los geht’s!

Wir sind also halbwegs erfahren, was Camping angeht. Letztes Jahr waren wir ja mit unserem Bulli am Alfsee, und das war weit weniger komfortabel als diese Tour! 

So ein Wohnmobil hat den ultimativen Vorteil, dass man die Toilette dabei hat, und dass man bei Pausen nicht auf Raststätten oder ähnliches angewiesen ist – wir haben einfach alles direkt dabei. Mal eben ein Gläschen warm machen ist kein Problem.

Wir sind früh morgens zu unserer ersten Tour aufgebrochen. Die Kinder waren super aufgeregt, haben aber morgens noch etwas geschlafen, bevor wir dann um ca. 9h irgendwo bei Fulda die erste Pause und Frühstück gemacht haben. 

Alles war bis hierhin wunderbar – mal eben alle auf Klo, alle bekamen ihr Müsli oder ein Brötchen. Kaffee für Stefan und mich – so hatten wir uns die Campingromantik vorgestellt!

Waginger See Camping

Campingromantik vs. Kotzerei

Ich bin nach dieser Pause zum ersten (und letzten) Mal in diesem Urlaub gefahren. Ich bin eine gute Autofahrerin, und unseren Bulli habe ich schon rückwärts bei starker Steigung und enger Kurve eine Strandstraße hinauf gefahren. Mit zwei Glas Rotwein intus. (Ohne hätte das damals wohl auch nicht geklappt *lach*. Und nein, Kinder waren damals nicht im Auto dabei – bevor es jetzt böse Leserbriefe hagelt.)

Das Womo habe ich mich vorwärts auf deutscher Autobahn nun auch getraut, und das war auch weiter kein Problem. Das Ding hat natürlich einen längeren Bremsweg und ist höher und breiter, aber ansonsten fährt es sich ganz normal, da darf man einfach keine Angst haben.

Stefan hatte nun die ehrenvolle Aufgabe als Beifahrer unsere Kinder in Schach zu halten. Er hat es gut gemacht. Ehrlich, ich war sogar ganz froh am Steuer zu sitzen. So hat er nämlich die ganze Kotzerei abgekriegt. (Sorry, mein Schatz, nicht böse gemeint.)

Eigentlich sind alle unsere Kinder reisefest – wir hatten noch nie Probleme mit Reisekrankheit, aber in einem Wohnmobil sitzt man doch noch irgendwie anders. Unsere Dreijährige hat ihr schönes Frühstück knapp drei Stunden nach Beginn der Reise also auf Tisch und Bänke übergeben. 

Ab da war es dann vorbei mit Campingromantik.

Waginger See

Zum Glück hatten wir in weiser Voraussicht die Sitzbänke alle mit Decken ausgelegt, und es war von Vorteil direkt fließendes Wasser da zu haben. Der “Nachteil” war, dass es eben nicht unser Wohnmobil ist – aber wir hatten soviel Glück, dass die Polster nichts abbekommen haben.

Der Rest der Fahrt war dann hauptsächlich durchhalten, denn auch unser Sohn sah zwischendurch ganz käsig aus.

Wegen der Aufteilung der Sitze mussten unsere beiden Großen rückwärts sitzen – denn sie hatten keinen Dreipunktgurt, den wir für die Kindersitze der beiden Kleinen aber brauchten. Und das Rückwärtsfahren entwickelte sich dann immer mal zum Problem, sodass ich als Beifahrerin dann mit den Rückwärtssitzern getauscht habe.

Camping am Waginger See und Zusammenfassung aller Tipps

Wir kamen dann am Abend am Waginger See in Bayern an. Hier blieben wir drei Tage, weil wir noch ein besonderes Date geplant hatten, zu dem ich demnächst auf Instagram mehr erzähle. Das Wetter war für Oktober einfach herrlich – hier haben wir so richtig den Beginn unserer Reise genossen.

Gecampt haben wir auf dem Campingplatz Gut Horn, der sehr idyllisch direkt am Wasser liegt. Der Platz hat uns sehr gut gefallen – er verfügt über einen kleinen Spielplatz und ein sehr modernes, sauberes Toilettenhäuschen. Einzig eine Kinder- bzw. Babydusche habe ich vermisst, allerdings war auch nur ein Teil des Sanitärhäuschens geöffnet, weil Nebensaison war.

Baden am Waginger See

Der campingplatzeigene Supermarkt war ebenfalls geschlossen – das war dann auch bei allen weiteren Campingplätzen so. Darüber schreibe ich dann im nächsten Teil und fasse nochmal meine wichtigsten Tipps zusammen:

  • Tabletten gegen Reisekrankheit für Kinder einpacken
  • früh losfahren lohnt sich
  • Beim Mieten des Wohnmobils vorher nach Anschnallgurten und Sitzgelegenheiten wegen Kindersitze fragen – am besten vorher besichtigen
  • In der Nebensaison genug Brötchen/Brot und Lebensmittel einpacken, sodass es immer für die nächsten drei Mahlzeiten reicht
  • Gummihandschuhe einpacken für die Reinigung des Chemie-Klos (mehr dazu im nächsten Teil)

Damit beende ich Teil 1 dieser kleinen Reihe und verlinke mit dem Freutag – am Schluss zeige ich noch ein paar Bilder vom Waginger See – denn schön war es hier auf jeden Fall!! Demnächst geht’s weiter – abonniere am besten meinen Newsletter, dann bekommst du Post, sobald ein neuer Artikel auf dem Blog erscheint, vielen Dank!

Waginger See
waginger see ausflug
waginger see
waginger see
sonnenuntergang waginger see
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