Dass gleich mein erster richtiger Blogbeitrag hier in meinem neuen Blog-Zuhause dieser sein würde, hätte ich bei den ersten Überlegungen zu diesem Blog nicht gedacht. Aber als ich die Neuigkeit erfuhr, über die ich mich heute aufregen will, begann ich mir mechanisch und kopfschüttelnd im Kopf erste Notizen zurecht zu legen. Es geht um das Ende der “Liebesschlösser” auf der Pader. Und als frischgebackene Pader-Bloggerin kann ich dies nicht unkommentiert lassen. Ich möchte unseren Stadtvätern gern zurufen: “Ihr spinnt wohl!” und denen im Stadtmarketing kann ich nur kopfschüttelnd den Vogel zeigen. Oder wie Herbert Grönemeyer einst sang: “Was soll das?”

 

Liebesschlösser in Paderborn

In der NW war heute über das Aus der “Liebesschlösser” an der Pader zu lesen. Ich hätte ja auch nicht gedacht, dass mich das so entsetzt, aber ich bin doch ein bisschen traurig. Ich bin eigentlich ein Fan dieser Stadt, und ich finde viele wunderbare Dinge und Eigenschaften, wenn ich an Paderborn denke. Und die “Börne-Pader” ist mein persönlicher Lieblingsplatz der Pader – und ich glaube auch von vielen anderen?

börne pader

Auch wenn gerade rundherum Häuser eingerissen und umgebaut werden – dieses kurze Stück vom Biergarten bis zur Paderhalle (oder umgekehrt) ist einfach ein schönes Fleckchen Erde. Und die rostigen Liebesschlösser an den rostigen Brückengeländern gehören einfach dazu!

liebesschlösser in paderborn

 

Ok, Paderborn ist nicht Paris oder Köln. Und eine Leserin kommentierte auf Facebook sinngemäß, dass ja nun ein Schloss auch nicht so ein schönes Symbol für die Liebe sei – immerhin stehe es auch für einsperren.

Das mag richtig sein, und grundsätzlich folge ich auch dieser Logik, aber muss man denn so einen schönen Brauch einfach zerstören? Viele Paare haben sich vielleicht dort auf einer der Brücken verlobt, sich geküsst, haben dort nach ihrer Hochzeit ihr Schloss angebracht. Da sind auch Erinnerungen eingeschlossen! Paderborn hätte nun die Chance das eigene Image mächtig aufzupolieren. Das ist die Chance sich einem jungen Publikum romantisch zu präsentieren! Mir fallen gleich ein halbes Dutzend PR-Möglichkeiten dazu ein. Aber nein!

börne pader

 

Keine Alternativen für Liebesschlösser in Paderborn

Bei einem offiziellen Statement wie

“Generell sehen wir das nicht gern. Die Brücken sind dafür nicht ausgelegt und Schlösser erschweren Wartung und Instandhaltung.” Quelle NW

darf man sich als Bürgerin dieser Stadt aber schon an den Kopf fassen und sich fragen, wer denn für diese Zeile verantwortlich ist. An Imagepflege oder dem Aufbau eines positiven Stadtimages wird derjenige wohl nicht gedacht haben. Solche Ausreden Begründungen hätte man vor 50 Jahren ja vielleicht noch akzeptiert. Heute – in dem Zeitalter, in dem man bei Umbrüchen als erstes Chancen sieht und vor allem die Eigenvermarktung vorantreiben kann, längst nicht mehr!

Die Innenstadt hat sich mit ihrem umfassenden Umbau endgültig von den 50ern verabschiedet. Fürs Stadtmarketing gilt das wohl leider nicht.

Das musste jetzt einfach mal gesagt werden, auch wenn sich dieser Blog eigentlich noch im Aufbau befindet…

Romantische Grüße,

Sonja

 

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